Wenn man Nachhaltigkeit enger fasst, ist damit das „E“ im ESG-Konzept gemeint. „E“ steht dabei für Environment. Hinzu kommen in der erweiterten Version das Soziale (Social) und die gute Unternehmensführung (Governance). Was können Unternehmen heute schon für den Umweltschutz und damit auch für einen besseren ESG-Score tun? Hier ein kurzer Überblick.
Naturschutz
Hierunter fällt alles, was Boden, Luft, Wasser, Pflanzen und Tiere (Arten) direkt schützt, z. B.:
- Bio-Landwirtschaft: Hierzu gehört der Verzicht auf Chemie (z. B. Glyphosat) und die Umsetzung alternativer Konzepte wie Permakultur und Agroforstwirtschaft.
- Renaturierung: Rückgängigmachung begradigter Flussläufe und Wiederzulassung von Urwäldern und Moorlandschaften.
Unternehmen, die ein eigenes Grundstück haben, können z. B. Naturgärten und -parks anlegen. Auch die Dach- und Fassadenbegrünung in innerstädtischen Lagen wird immer beliebter. Und zu guter Letzt noch zu erwähnen ist die Vermeidung von Plastik jeglicher Art.
Kreislaufwirtschaft:
Bei der Kreislaufwirtschaft geht es um die Schonung knapper Ressourcen. Im Rahmen des sogenannten 9R-Konzeptes gibt es neun Spielarten einer zirkulären Wirtschaft:
- Rethink: Nachdenken über intensivere und längere Nutzung von Produkten und Maschinen.
- Reduce: Reduzierung von Einsatzstoffen und Abfällen in der Produktion.
- Reuse: Wiederverwertung eines entsorgten und noch funktionsfähigen Produktes.
- Repair: Reparatur defekter Produkte.
- Refurbish: Generalüberholung alter Produkte.
- Remanufacture: Wiederverwendung mit gleicher Funktion.
- Repurpose: Wiederverwendung mit anderer Funktion.
- Recycle: Rückgewinnung von Rohstoffen.
- Recover: Energetische Wiederverwendung von Materialien.
Die Kreislaufwirtschaft wird - wenn sie überall konsequent umgesetzt wird - zu einer Schrumpfung der Wirtschaft (Degrowth) führen, weil weniger Neues benötigt wird.



